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Investorensegen

von Kuno Keiler
(aus Hoblschoaten 2010/MGV Brixen)

Die wahren, heut gebrauchten Schätze,
sind gut bezahlte Arbeitsplätze.

Für Menschen hier aus unsrer Stadt,
die solches nur zu bieten hat,
wenn Investoren mutig werken
und wir sie darin bestärken.

Drum lasst sie frei Baugründe wählen,
tut sie nicht mit Naturschutz quälen,
weil all die Hoffnung wir verlieren,
wenn anderswo sie investieren.

Steht erst’s Hotel, ihr werdet sehen,
wird’s Arbeitsleben wieder schön:
Für Slavko, Ahmed, und den Jim,
für Branko, Anka und Mei-Lin.

Ah – ja!

SPIEGEL online/SPAM

Schon etwas angegraut, aber gut | Kanzler von Pierer saniert Deutschland

(Quelle: N24.de – werweisswass.de)

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Köstliche Satire aus dem Jahr 2004. Leicht aktualisierbar: Einfach statt 2010 2020 denken und statt v. Pierer – der ja wirklich nicht mehr herzeigbar und kanzlerabel ist – irgend einen anderen Wirtschaftsstar einsetzen. Ackermann, beispielsweise. Oder Mehdorn. Oder Reizle. Oder Wedeking. Oder Piech…


Ok, der Pierer-Heindl ist nicht mehr kanzlerabel – aber diese neoliberalen Wirtschaftsroboter sind eh austauschbar…

Übrigens: In diesem Interview gibt es sogar einen Sittirol-Bezug, obwohl Anton Adlers Satireblog als einziges Medium in Sittirol auch Texte ohne Sittirol-Bezug veröffentlicht – sie müssen nur gut sein!

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Deutschland im Jahre 2010, Bundeskanzler Pierer
„Sanierung mit mir nur streng martkwirtschaftlich!“

(Autor: Ε r і с D e j o n, Frage gestellt am Mi, 30. Jun 2004)

STERN sprach mit dem Bundeskanzler über seine Erfolge und künftigen Pläne.

STERN: Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Kritiker werfen Ihnen vor, sie seien bei der Sanierung Deutschlands übertrieben brutal vorgegangen.

v. Pierer: Das sehe ich nicht so. Als mich das überparteiliche Bündnis fragte, ob ich Kanzler werden möchte, um Deutschland vor dem Konkurs zu retten, habe ich gleich erklärt, dass ich das Land so sanieren werde wie ich Siemens saniert habe: streng marktwirtschaftlich. Siemens und Deutschland gleichen sich in gewisser Weise: zwei Gemischtwarenläden mit sehr unterschiedlichen Komponenten, die einen leistungsfähig, die anderen weniger. Ich habe nur das gemacht, was ich auch bei Siemens gemacht habe: unproduktive Unternehmensteile abgestoßen.

STERN: Sie sprechen von den neuen Bundesländern?!

v. Pierer: Nicht von allen. Thüringen und Sachsen haben sich ja als sanierungsfähig erwiesen, die haben wir behalten. Für Mecklenburg-Vorpommern konnten wir nichts mehr tun, Totalverlust. Da kam uns das Angebot der Bush-Administration ganz recht, gegen die Übernahme der Landesschulden und für den symbolischen Kaufpreis von 1 Euro das Land als Atomtestgelände zu kaufen.

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