Posts Tagged ‘MGV Brixen’

Betonpreis 2009 für Milland „Der neue Friedhof stellt alles in den Schatten!“

von Kuno Keiler
(aus Hoblschoatn 2010, MGV Brixen)

Im Rahmen einer schlichten Feier in der Millander Kirche „Maria am Sand und Schotter“ wurde kürzlich die Verleihung des Betonpreises 2009 vorgenommen, der von der Vereinigung zur Förderung der Betonwirtschaft jährlich vergeben wird und in Insiderkreisen als „Bagger-Nobelpreis“ bekannt ist.

In Milland hoffte man insgeheim schon seit Jahren, die begehrte Auszeichnung ergattern zu können – und lag damit nicht falsch. In seiner Laudatio betonte der Vorsitzende der Südtirol-Sektion der Betonfreunde, Werner B. Eisack, dass der dynamische Vorort der verschlafenen Bischofsstadt ein mehr als würdiger Preisträger sei.


Der Betonpreis 2009 hat in Milland einen würdigen Gewinner gefunden

Zwei wichtige Gestaltungsvorhaben, fuhr der dynamische Betonfreund fort, hätten schließlich das Betonfass fast zum Überlaufen gebracht und damit den nachgerade logischen Preisträger Milland ergeben: Eine unnötige Verbindungsstraße zwischen dem Platschweg und einigen Häusern in Hinterobermilland und der neue Friedhof, der mit besonders stilvollen und werbewirksamen Betonanwendungen alles bisher betonierte in den Schatten stelle.

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MGV probt für die Uraufführung eines Stücks von Manuela Kerer | Große Herausforderungen für Brixens Vorzeigechor

von Rudi Reiher
(aus: Hoblschoaten 2010/MGV Brixen)

Beim Männergesangverein laufen zur Zeit intensive Probenarbeiten. In der Herz-Jesu-Nacht wird das Stück „Wenn schwarze Löcher Zigorisalat auf eine Planetenbahn niederschnetzeln und niemand weiss, warum“ uraufgeführt, das die Brixner Komponistin Manuela Kerer nach einem überraschenden Geburtstagsständchen des Kleinen Chors für den MGV geschrieben hat.

Es handelt sich dabei um ein „Chorstück für ein schwarzes Loch, sieben Tenöre, dreieinhalb Bässe, zwei schwule Tenöre, zwei schwule Bässe, zwei schwule Baritone, vier Kastraten, einen Zigoristecher, vier WMF-Salatschüsseln, Essig, Olivenöl und eine Planetenbahn.“ Diese Konfiguration versetzt den traditionsreichen Brixner Verein in der Vorbereitungsphase in erhebliche Schwierigkeiten.

Doch die meisten Anforderungen konnten in der Zwischenzeit gelöst werden. Die Salatschüsseln wurden dem MGV leihweise vom bekannten Manu-Stücke-Ausstatter Helmuth Kerer zur Verfügung gestellt, als schwarzes Loch fungiert der Gemeinderatssaal, die Planetenbahn wird mittels Videoschaltung direkt vom Hubble-Teleskop in den Gemeinderatssaal übertragen. Essig und Olivenöl wurden dem MGV nach längeren Verhandlungen vom Rosenwirt zur Verfügung gestellt. Die Frage mit den schwulen Sängern konnte in langwierigen internen Verhandlungen geklärt werden über die Stillschweigen vereinbart wurde. Der Zigoristecher wurde bei Ellecosta Metallbau nach den Plänen von Hartwig Thaler in Auftrag gegeben, der bei Zigoristechern und anderen schwierigen Darstellungsaufgaben die größte Erfahrung nachweisen konnte.

Wo tun wir die Kastraten her?
Ein schwer lösbares Problem stellen die erforderlichen vier Kastraten dar. Da Manuela Kerer auf der festgelegten Ausstattung beharrt und die Anforderungen an eine authentische Interpretation diesbezüglich wenig Spielraum lassen, deutete lange Zeit alles darauf hin, dass einige MGV-Mitglieder über ihren Schatten und anschließend über das Skalpell springen müssten.


Muss dieses Teil zum Einsatz kommen, damit die Vorgaben der Komponistin erfüllt werden können?

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Das Ende eines Mythos | Unerhört: Durnwalder tritt Kompetenzen ab!

von Kuno Keiler
(aus: Hoblschoaten 2010, MGV Brixen)

Südtirols prominentestes Auslaufmodell (Eigendefinition des Betroffenen) ist vor einiger Zeit erfolgreich ausgelaufen und das Resultat konnte neun Monate später einer verblüfften Südtiroler Weltöffentlichkeit vorgeführt werden: Greta!

Die kleine Greta wurde sogleich zum harten Prüfstein eines lebenslangen Vater-Mythos, der nun vor der programmierten Auslaufzeit zu bröckeln beginnt. Erstmals seit der definitiven Machtergreifung im fernen 1989 ist es angesichts der kleinen Greta und deren Stoffwechsel zu einem freiwilligen Verzicht des prominenten Erzeugers auf seine herausragende Eigenschaft gekommen, die darin besteht, alles selber zu machen.

Hatte Südtirols erster Macho sich schon nicht in der Lage gesehen, der Geburt beizuwohnen, musste er spätestens bei der ersten Windelfüllung definitiv auf sein Vorrecht der Generalkompetenz verzichten und kleinlaut – wenn auch gewohnt medienwirksam – einräumen, der geschätzten Lebensabschnittspartnerin in diesen Dingen die Kernkompetenz nicht streitig machen zu wollen.

Derweil wächst die kleine Greta heran und wurde auf Fotos gesichtet, auf denen sie ihr Vater so hält wie man es von einer Balletttänzerin erwartet, der ein Presslufthammer in die Hand gedrückt wird. Greta scheint weder Prominenz, noch väterliches Mythenbröckeln in besonderer Weise zu beeindrucken. Sie hat nur mit einer Hypothek zum kämpfen, die sie wohl ein Leben lang begleiten wird. Um was es sich dabei handelt, kann man untenstehendem Bild entnehmen…

Ganz der Papa!? Die Arme… (aus: Hoblschoaten 2010/MGV Brixen, Alexander Lunger)