Archive for Dezember 2009

Nachwuchs beim Verein für deutliche Aussprache | Da gibt’s keine Tabus…

SPIEGEL online SPAM – Kittihawk

Matussek im Gespräch mit Kemal Atatürk | Feinherbe Satire zu einem heiklen Thema

Zur Lage der Nation | Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

(aus: DIE ZEIT, Nr. 51, 10.12.09)


Markus Roost für DIE ZEIT

„Das Brauchtum wütet in allen Lebenssparten“ | Aus einem Text von Georg Paulmichl

(aus: Georg Paulmichl homepage)

BRAUCHTUMSGESTÖBER

Südtirol steht schon lange auf dem Erdenbuckel.

Südtirol ist ein Land, wo das Altertum überall vorkommt. Zum Südtiroler Brauchtum gehören die Brandstifter, der Schneeräumdienst, die Prozessionsfahnen, der Gemeindearzt, der Landeshauptmann und die Dorfpfarrer.

Krumme Kampfsäbel, Stutzen und Brauchtumsträge, werden zum Anblick aufgebahrt. Das alte Plunderzeug und Klappergestell findet keine Ruhepause. Das Brauchtum wütet in allen Lebenssparten.

Die Schweizer Garden haben in der Calvenscene Veteranen singen Kampflieder zur Erholungschlacht den Vinschgau niedergeballert. Grausliche Raubritter haben sich zur Rauflust ins Getümmel geworfen. Früher hat die Musikkapelle mit alten Eiseninstrumenten den Tonreigen geblasen. Das ist lange her.

Früher kommt nicht mehr.

Die alten Blashörner haben in der Musikschule keine Aufgabe. Auch die Frontkämpfer haben ihre alte Tätigkeit. Die alten Kampgeschwader verlassen langsam den Lebenszyklus. Auf dem Soldatenfriedhof kämpfen sie tapfer gegen den Taubenschiß. Medaillen haben sie auch abbekommen für den Schießbefehl. Früher im Altertum hat Gott Bibelwunder vollbracht. Er hat die Lahmen in Marsch gesetzt. Heutzutage sitzen die Lahmen im Rollstuhl. Wo Gott sich aufhält, weiß niemand mehr.

Im Mittelalter hat die Weltlage die Not entfacht. Die Pfannen haben die Räucherkäulen nicht hergegeben. Im Kloster liegen die alten Urkunden vom Todeskampf. Die Weingärung hat eine lange Tradition im Landschaftsbild. Abgetrunkene Landsknechte suchten die Erlösung vom Leben. Der Rinderwahn ist keine Brauchtumstradition. Er ist eine Erfindung der Viehzuchtverbände. Früher war die gute alte Zeit. Ich komme nicht von der Altersherkunft.

Ich bin im neuen Millenium geboren.

Schon etwas angegraut, aber gut | Kanzler von Pierer saniert Deutschland

(Quelle: N24.de – werweisswass.de)

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Köstliche Satire aus dem Jahr 2004. Leicht aktualisierbar: Einfach statt 2010 2020 denken und statt v. Pierer – der ja wirklich nicht mehr herzeigbar und kanzlerabel ist – irgend einen anderen Wirtschaftsstar einsetzen. Ackermann, beispielsweise. Oder Mehdorn. Oder Reizle. Oder Wedeking. Oder Piech…


Ok, der Pierer-Heindl ist nicht mehr kanzlerabel – aber diese neoliberalen Wirtschaftsroboter sind eh austauschbar…

Übrigens: In diesem Interview gibt es sogar einen Sittirol-Bezug, obwohl Anton Adlers Satireblog als einziges Medium in Sittirol auch Texte ohne Sittirol-Bezug veröffentlicht – sie müssen nur gut sein!

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Deutschland im Jahre 2010, Bundeskanzler Pierer
„Sanierung mit mir nur streng martkwirtschaftlich!“

(Autor: Ε r і с D e j o n, Frage gestellt am Mi, 30. Jun 2004)

STERN sprach mit dem Bundeskanzler über seine Erfolge und künftigen Pläne.

STERN: Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, Kritiker werfen Ihnen vor, sie seien bei der Sanierung Deutschlands übertrieben brutal vorgegangen.

v. Pierer: Das sehe ich nicht so. Als mich das überparteiliche Bündnis fragte, ob ich Kanzler werden möchte, um Deutschland vor dem Konkurs zu retten, habe ich gleich erklärt, dass ich das Land so sanieren werde wie ich Siemens saniert habe: streng marktwirtschaftlich. Siemens und Deutschland gleichen sich in gewisser Weise: zwei Gemischtwarenläden mit sehr unterschiedlichen Komponenten, die einen leistungsfähig, die anderen weniger. Ich habe nur das gemacht, was ich auch bei Siemens gemacht habe: unproduktive Unternehmensteile abgestoßen.

STERN: Sie sprechen von den neuen Bundesländern?!

v. Pierer: Nicht von allen. Thüringen und Sachsen haben sich ja als sanierungsfähig erwiesen, die haben wir behalten. Für Mecklenburg-Vorpommern konnten wir nichts mehr tun, Totalverlust. Da kam uns das Angebot der Bush-Administration ganz recht, gegen die Übernahme der Landesschulden und für den symbolischen Kaufpreis von 1 Euro das Land als Atomtestgelände zu kaufen.

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Eine Grundregel des Projektmanagements: Kollateralschaden mitberücksichtigen!


(Ernst Kahl, SPIEGEL online/SPAM)

Spießrutenlauf für Kunstfreunde | Seppi, überall Seppi!


Hier Donato Seppi…


… dort Donato Seppi …


… und schon wieder Donato Seppi!

Nimmt das denn nie ein Ende?

Nein!!!


Schon wieder der Seppi…