Landesregierung beschließt Programm „Wegn d’r Hoamet“ – Eine Tracht für jeden!

Die Südtiroler Landesregierung hat am Montag beschlossen, landesweit die Trachtenpflicht einzuführen. Wie Landeshauptmann Luis Durnberger in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung betonte, diene die Maßnahme in erster Linie der Stärkung der Südtiroler Identität und stelle den Höhepunkt des Gedenkjahres dar.

„Der Landesfestumzug in Innsbruck“, so der in Schützentracht zur Pressekonferenz erschienene Landeshauptmann wörtlich „hat uns vor das tränende Auge geführt, wie wichtig die Tiroler Indentität ist und weltweit für ein positives Tirol-Bild gesorgt und das wollen wir jetzt immer so haben.“

Landeshauptmann Durnberger bei der Vorstellung des Trachtendekrets (neben ihm eine landesübliche Trachtenpuppe)

Die Umsetzung des Beschlusses der Südtiroler Landesregierung stellt ein umfangreiches Unterfangen dar und soll am Todestag von Franz Paul Kopfberghofer mit einem großen Landesumzug von Bozen nach Meran und anschließendem großen Zapfenstreich am jeweiligen Zapfenstandort abgeschlossen werden.  Franz Paul Kopfberghofer ist einer der unbekanntesten Tiroler Freiheitskämpfer aus dem Anno neun.

Im Gedenken an Franz Paul Kopfberghofer
Im Zuge der Vorbereitungen für das Gedenkjahr zwo null neun wurden die Landeshistoriker auf das Schicksal Kopfberghofers aufmerksam, der kurz vor der vierten Bergiselschlacht am 1. November 1809 beim Neunern im Gasthof Schupfen in Unterberg beim Herannahen einer französischen Weinflasche derart erschrak, dass er unter heftigen Freiheitskrämpfen an Knödelresten in der Luftröhre erstickte.

Die neue Tracht der Südtiroler und Südtirolerinnen wird originalgetreu den Trachten jener Ortschaften entsprechen, in denen die BürgerInnen und Bürger zum Stichtag 31.12.2009 meldeamtlich registriert sind. „Um die Authenzi…, Authentizi…, – sie wissen schon was ich meine – der Tracht zu garantieren wird eine Fachkommission aus allen Organisationen gebildet, bei denen Herr Helmuth Rizzotti Mitglied ist, sofern sie ihn in die Kommission entsenden“, führte der Landeshauptmann auf Anfrage eines Journalisten nach der historischen Konformität der Trachten mit der Sittiroula Traditiun aus.

Die Trachtenpflicht gilt für alle SüdtirolerInnen, die sich als solche bekennen und weiterhin in den Genuß von Förderungen, des öffentlichen Gesundheitswesens und der frühmorgendlichen Beichtstunden im Landhaus eins kommen wollen. „Die italienisch sprachigen Sittirola können bei dieser Gelegenheit einmal im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennen und den Grad der Dankbarkeit und des Assimilierungsprozesses bekunden und dem Beispiel von Landesrat Tommassini und Landesrätin Repetto folgen, die heute mit ihrer schönen Tracht zur Regierungssitzung erschienen sind“ erklärte Durnberger und entschuldigte den nicht zur Tracht passenden pinkblaugelbgrünen Schal von Frau Repetto mit dem Hinweis auf eine Erkältung.


So soll’s in Zukunft immer sein:  Südtiroler Trachten-Fitnessgruppe beim Gewichtheben

Tracht für alle. Alle!
„Grüne, Kommunisten und andere Fallotten, die keine Tracht tragen wollen“, kündigte der sichtlich gerührte Landeshauptmann zum Abschluß der Pressekonferenz an, „bekommen über die örtliche Schützenkompanie eine eigene Tracht – und zwar eine ordentliche und landesübliche Tracht Prügel!“

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