25
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Modernes Leben, Weltgeschehen. Schlagworte:Gutti, Kuno Keiler. Hinterlasse einen Kommentar

von Kuno Keiler
Was steht dem Feschak saggrisch gut?
Ein schön gestylter Doktorhut,
über stramm gegeltem Haar,
wenn auch der Kopf des Fleißes bar.
Merk: Fleiß ist keine Tugend mehr!
Web zwei punkt Null gibt auch was her.
Ein Schlautext hier, ein Prof-Wort da
gefüllt mit Hausmacher-Blabla,
hilft im Verbund mit Freundeskraft
dass auch ein Gutti mal was schafft.
Oh Sohn, oh Tochter, hör den Alten,
tu kreativ den Tag gestalten,
lass Unis links für Eierköpfe!
Schneid ab die alten Bildungszöpfe!
Statt Wissendurst hilft Arroganz:
Das lernt das Hänschen jetzt vom Hans!
22
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Modernes Leben, System Südtirol. 3 Kommentare
(Quelle: Abhörzentrale Weinbergweg) Der Grüne Rat hat sich in seiner letzten Sitzung mit dem im Tagblatt „Dolomiten“ zu Recht gerügten Fehlverhalten von Co-Sprecherin Brigitte Foppa beschäftigt und drakonische Konsequenzen für Brigitte Foppa beschlossen.
In einer bewegten Sitzung hat sich der Grüne Rat mit dem schlimmen Fehlverhalten der Co-Vorsitzenden Brigitte Foppa beschäftigt. Wie in einem führenden Tagesmedium berichtet, war die streitbare Grüne nicht nur frech gegenüber dem Landeshauptmann aufgetreten, sondern hatte eine entsprechende Stellungnahme über ihren beruflichen Email-Anschluss im Amt für Weiterbildung abgeschickt.
In der Debatte wurde von allen Anwesenden betont, dass es sich dabei um ein schlimmes Fehlverhalten handelt, das mit den grünen Prinzipien der sauberen Verwaltung nicht kompatibel ist. Zerknirscht musste die Co-Vorsitzende zur Kenntnis nehmen, dass nicht nur die als Hüterin der Südtiroler Moral allgemein anerkannte und geschätzte Tageszeitung „Dolomiten“ vollkommen zu Recht und in großen Lettern treffende Worte für die Schandtat gefunden hatte, sondern dass diese in der Versammlung des Grünen Rates an Schärfe und Prägnanz noch um einiges übertroffen wurden.
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29
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Aus der Landesregierung, Modernes Leben, System Südtirol. Schlagworte:Kuno Keiler, Luis Durnwalder, Thermenhotel Meran. Hinterlasse einen Kommentar
Von Kuno Keiler

In Meran gibt’s noble Thermen,
die mit viel Steuergeld sich wärmen.
.
Das “Grand-Hotel zum Durn” daneben,
kann nur mit unseren Geldern leben.
Das Heil liegt nun im Haus-verkaufen.
denn Durni kriegt es nicht zum Laufen.
.
Doch niemand will’s. Der Preis muss sinken.
Dass ich das zahl, das tut mir stinken!
.

Möchten Sie den Ladenhüter? Melden Sie sich im Landhaus eins, vielleicht gibt’s noch a Sackl Steuergeld dazu! (SVP-Ausweis nicht vergessen!)
.
28
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Aus der Landesregierung, BBT-Werbung, System Südtirol. Schlagworte:BBT, BBT-Beobachtungsstelle, Brenner-Basistunnel, Walter Huber. Hinterlasse einen Kommentar
Mitteilung in eigener Sache
Wir kommen nicht umhin. Da die Milchpreise steigen (und mit ihnen die Freundkapitalzinsen) und weil sich Anton Adlers Veranlagung der Redaktionskasse in Drachmen-Anleihen und NASA-Mondfahr-Bonds noch nicht ausgezahlt hat (wird noch, wird noch…), öffnen wir unser Portal für Werbemaßnahmen und freuen uns, mit der Südtiroler Landesnegierung einen finanzstarken Partner im Narrenschiff zu haben.
Als Folge dieser segensreichen Werbekooperation veröffentlichen wir ab heute in unregelmäßiger Folge Werbeinserate der BBT SE (SE = segensreiche Einrichtung) und beginnen mit dem Sujet Nummer eins, das die BBT-Beobachtungsstelle und ihren Leiter vorstellt.
Bitte schenken Sie unserem Werbepartner Beachtung (und fallweise Stimmen) und verhelfen Sie unserer neuen Finanzquelle zu überbordendem Erfolg (Kopieren und vervielfältigen ausdrücklich erlaubt).
Anton Adlers Ansichten
Die Geschäftsleitung
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(noch nicht bezahlte Anzeige)

26
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Aus der Landesregierung, System Südtirol. Schlagworte:Karin Dalla Torre, Klaus Stocker, Leo Andergassen, Luis Durnwalder, Thomas Widmann, Walter Huber. Hinterlasse einen Kommentar
Wie bereits überall brav gemeldet, veranstaltet das Amt für audiovisuelle Medien in der Südtiroler Landesverwaltung den Kurs “Wie schreibt man Leserbriefe”.

Das Logo des interessanten
Kursangebotes der Landesverwaltung
Über das Kursprogramm wurde das Amtsgeheimnis verhängt und bisher strikt eingehalten.
Bisher! Denn nun ist es unserem Journal gelungen, eine Kopie des Kursprogrammes in die Hände zu bekommen, das einem Beamten des Amtes für audiovisuelle Medien während seines sechsstündigen Nachmittagsnickerchens im Laurinpark aus der Bereitschaftstasche gerutscht war.
Lesen Sie hier exklusiv, was die Teilnehmer an diesem herausragenden Kurs erwartet:
Freitag, 15. Oktober
- 14.30 Uhr: Begrüßung durch den Landeshauptmann, Bericht über die Förderrichtlinien für konstruktive Leserbriefe und Ankündigung der Kubaturerhöhung für die SchreiberInnen konstruktiver Leserbriefe.
- 15.30 Uhr: Der Beistrich: gestern, heute, morgen (Prof. DDDr. Theodor Maier-Vorschreiber vom Institut für Kommasetzung an der Universität Tübingen, Anwärter für einen Versorgungsposten bei der EURAC)
- 17.00 Uhr: (für die TeilnehmerInnen, die noch wach sind) Wie man richtig Fehler macht (Redaktion der “Neuen Südtiroler Tageszeitung”)
- 18.00 Uhr: Fahrt nach Pfatten, Besuch im Safety Park (kurze Vorstellung durch Landesrat Thomas Widmann, max 180 Min.), anschließend Abschluss des ersten Moduls des Leserbriefkurses mit Landeshauptmann Luis Durnwalder im Felsenkeller in der Laimburg mit Ausstellung besonders gelungener Leserbriefe (Jury: Walter Huber, Leo Andergassen, Karin Dalla Torre und in Vertretung der SEL Klaus Stocker).
Freitag, 22. Oktober
- 14.30 Uhr: Themen, die wir mögen (Leserbriefredaktion “Dolomiten”)
- 14.32 Uhr: Themen, die wir nicht so gerne mögen dürfen (Leserbriefredaktion “Dolomiten”)
- 16.05 Uhr: Themen, die wir überhaupt nicht mögen dürfen (Leserbriefredaktion “Dolomiten”)
- 18.00 Uhr: Kurze Erläuterung des Begriffs “konstruktiv” durch Landeshauptmann Durnwalder, Verteilung der Diplome und In-Aussichtstellung der Kubaturerhöhung für Schreiber von konstruktiven Leserbriefen.
- Gemütlicher Ausklang im Felsenkeller der Laimburg mit moderiertem Austausch lohnenswerter Leserbriefinhalte und -stile.
26
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Modernes Leben, System Südtirol. Schlagworte:Ander, geat shun, Luis Durnberger, Südtirol, Toponomastik. Hinterlasse einen Kommentar

Die ultimative Lösung für die Südtiroler Toponomastikprobleme von “Geat shun!”: auf das Bild klicken, um nie mehr im toponomastisch Trüben fischen zu müssen!
25
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Senf von ..., Tradition und Vaterland. Schlagworte:geat shun, Luis Trinker. Hinterlasse einen Kommentar
(Aus: www.geat-shun.com. Dabei handelt es sich um ein hoch geniales Südtiroler Lebenshilfe-Forum. Prädikat: Sehr wert(e)voll!)
Das Leben des Luis Trinker

Ausbildung und Erster Weltkrieg
Luis Trinker wurde am 4. Oktober 1892 als Sohn des Holzbildhauers und Malers Jakob Trinker und seiner Frau Karolina geb. Demenz, in St. Profit im Güldenertal geboren. Nach dem Besuch der örtlichen Trinksschule (1898-1901) und der Bürgerschule Vinum im nahen Bozen (1902-03) ist Trinker kurzzeitig Kelter-Lehrling in der örtlichen Kellerei.
Von 1903 bis 1905 besuchte er die Sauf- und Trinkhandwerksschule in Bozen. Dem schloss sich bis 1912 der Besuch der k.u.k. Kippschule in Innsbruck an. Bereits während seiner Schulzeit arbeitete er in den Ferien als Kneipenführer und Trinklehrer. Er studierte nach der Reifeprüfung an der Universität Wien Alkoholismus und Geisteswissenschaften.
Am Ersten Weltkrieg nahm er von Beginn an teil. Zunächst kämpfte er als Offizieranwärter bei der österreichisch-ungarischen schweren Destillerie in Galizien und Russisch-Polen. Dann war er im Schnapskrieg 1915-1918 gegen Italien eingesetzt, zuerst als Destillerieoffizier im Schluckfort Verle bei Trient und nach einem Besäufniss ab 1916 als Kneipenführer unter den Lauben. Bei Kriegsende hatte er den Rang eines Oberkneipenführer erreicht.
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25
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in In der Kürze..., Modernes Leben, System Südtirol. Schlagworte:Erwin Pröll, Luis Durnwalder. Hinterlasse einen Kommentar

Die SVP sollte nicht zu viele Leute vom
Schlage eines Erwin Pröll einladen
und wenn es schon sein muss, sollten
diese Herren nicht so stark in den
Medien präsent sein.

Die braven Sittirolla und -innen könnten
sonst draufkommen, dass es auch
Landeshauptmänner gibt, die reden
können.
.
25
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Modernes Leben, Weltgeschehen. Schlagworte:Experten, Flugsicherheit, Nacktscanner, Sicherheit, Terrorismus. 3 Kommentare
Die Bemühungen um eine Erhöhung der Sicherheit von Flugpassagieren haben einen harten Rückschlag erlitten. Bei intensivem Hinschauen haben amerikanische Flugsicherheitsexperten während eines Nackt-Scanning-Vorganges verdächtige Öffnungen an den Körpern der Passagiere festgestellt, in denen nach Ansicht der hochrangigen Experten größere Mengen Sprengstoff gelagert werden können.
Nach Rücksprache mit dem Verband der Medizingerätehersteller sind sich die Antiterror-Experten nun darin einig, dass in Zukunft sämtliche Körperöffnungen und körpereigenen Hohlräume auf Sprengstoff untersucht werden müssen. Die neuartigen Sprengstoffe können per Röntgengerät nicht geortet werden, zumal Tests ergeben haben, dass beispielsweise eine im Magen oder Darm befindliche Tiefkühlpizza nicht von Kunststoffsprengstoffen unterschieden werden kann.

Nacktscanner zeigen nur einen Teil der Bedrohung – was ist mit den Körperöffnungen und -hohlräumen?
Unter Hinweis auf die zahlreichen in der durch die Finanzspekulationen spezialisierter Hedgefonds gebeutelten Medizingeräte-Branche zu schaffenden Arbeitsplätze, hat der Verband der Medizingerätehersteller angekündigt, innerhalb eines Jahres kompakte Darm-, Magen- und Vaginal-, sowie Harnröhren- und Blasenspiegelungsgeräte zu entwickeln, die vollautomatisch die erforderlichen Untersuchungen durchführen können.
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24
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in In der Kürze..., Senf von .... Schlagworte:Hans Heiss. 1 Kommentar

Was ich nicht weiß,
weiß sicher der Heiss!
.
24
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Aus der Landesregierung, In der Kürze..., System Südtirol. Hinterlasse einen Kommentar

Mit Messen tun wir’s Klima schützen!
Sonst nicht, denn Almen muss man nützen…
.
Grüße nach Antersasc, da bin ich schon drüber geflogen. Eins-A-Gegend!
W MICHIL!!!
24
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Karikaturen, Senf von .... Hinterlasse einen Kommentar

Kompliment! 
23
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in In der Kürze.... Schlagworte:Schnabelfurz. Hinterlasse einen Kommentar

Mandatsbeschränkung tut uns gut!
Doch nicht wenn’s Promis treffen tut…
23
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Klassiker der Satire. Schlagworte:Erich Kästner, Wo bleibt das Positive?. Hinterlasse einen Kommentar


Erich Kästner
Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner?
Und immer wieder schickt ihr mir Briefe,
in denen ihr, dick unterstrichen, schreibt:
»Herr Kästner, wo bleibt das Positive?«
Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt.
Noch immer räumt ihr dem Guten und Schönen
den leeren Platz überm Sofa ein.
Ihr wollt euch noch immer nicht dran gewöhnen,
gescheit und trotzdem tapfer zu sein.
Ihr braucht schon wieder mal Vaseline,
mit der ihr das trockene Brot beschmiert.
Ihr sagt schon wieder, mit gläubiger Miene:
»Der siebente Himmel wird frisch tapeziert!«
Ihr streut euch Zucker über die Schmerzen
und denkt, unter Zucker verschwänden sie.
Ihr baut schon wieder Balkons vor die Herzen
und nehmt die strampelnde Seele aufs Knie.
Die Spezies Mensch ging aus dem Leime
und mit ihr Haus und Staat und Welt.
Ihr wünscht, daß ich’s hübsch zusammenreime,
und denkt, daß es dann zusammenhält?
Ich will nicht schwindeln. Ich werde nicht schwindeln.
Die Zeit ist schwarz, ich mach euch nichts weis.
Es gibt genug Lieferanten von Windeln.
Und manche liefern zum Selbstkostenpreis.
Habt Sonne in sämtlichen Körperteilen
und wickelt die Sorgen in Seidenpapier!
Doch tut es rasch. Ihr müßt euch beeilen.
Sonst werden die Sorgen größer als ihr.
Die Zeit liegt im Sterben. Bald wird sie begraben.
Im Osten zimmern sie schon den Sarg.
Ihr möchtet gern euren Spaß dran haben .. .?
Ein Friedhof ist kein Lunapark.
20
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in In der Kürze..., Modernes Leben, Senf von .... Schlagworte:Luis Durnwalder, Reinhold Messner. Hinterlasse einen Kommentar

Anton Adlers Senf zu Reinhold Messner:
Der Messner hat zu allem eine Meinung!
Wenn’s braucht auch zwei oder drei…
15
Sep
Veröffentlicht von Anton Adler in Uncategorized. Hinterlasse einen Kommentar
13
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Aus der Landesregierung, Der abgeschlossen Kurzroma, System Südtirol. Schlagworte:Flugplatz Bozen, Hoblschoaten 2010, Nacktscanner. Hinterlasse einen Kommentar
von Rudi Reiher
(aus: Hoblschoatn 2010, MGV Brixen)

Der Vorsitzende runzelte die Stirn, als der nächste Tagesordnungspunkt zur Behandlung kam. „Ankauf von Nacktscannern für den Flughafen Bozen“, las er vor. „Wer håt den Punkt af die Tågesordnung g’setzt?“ Der korpulente Herr blickte in die Runde. Ein smarter, gut gekleideter, frisch rasierter, sympathischer, sportlicher Herr hob seinen Zeigefinger und sagte flockig: „I“.
„Dear Punkt isch Chefsåche“, polterte der korpulente Herr: „I hånn miar do schun Gedånkn gmåcht. Miar lösn dess mit a Webkamera.“ „Mit a Webkamera?“, der Smartieboy blickte kurz von seinem Gameboy auf: „wia soll denn sell gian?“
„I pinn jo eh ålm in Piro“, erläuterte der korpulente Herr: „Do låss I merr di Bilder von Flughofn auerschickn und schaugg miar des selber un. Untn muass lei jemat in Passagier sogn, er soll sich in den Kammerle ausziachn. Es isch jo eh meischtns niamand untn!“
„Jo ober in Muntig isch a Schtress, semm fliagen der Sigi, der Charly und der Ossi oidn“, wandte die vollbusige Dame ein, die sich gerade mit dem neuesten L’Oreal-Magazin auseinandergesetzt hatte. „Sell isch koan Problem, dej scheiden als Attentäter aus, der Sigi und der Charly zumindescht. Dej welln no eppas werrn.“ Der korpulente Herr kam ins Grübeln: „Und pan Ossi löst sich dess Problem schpätigschtns pa die nexschtn Wohln.“
„Unt wenn amol an Ausländer weckfliagn will?“ Der flotte Ricky wunderte sich selbst über seinen intelligenten Einwurf. „Koan Problem“, der korpulente Herr setzte sein bekanntes Grinsen auf: „norr lossmer in Flug ausfolln. Schmalt eh koaner…“
<a href=”http://antonadler.files.wordpress.com/2010/02/reiher-klein.jpg”><img class=”alignright size-full wp-image-635″ title=”Rudi Reiher” src=”http://antonadler.files.wordpress.com/2010/02/reiher-klein.jpg” alt=”" width=”83″ height=”74″ /></a>von Rudi Reiher
(aus: Hoblschoatn 2010, MGV Brixen)
12
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Modernes Leben. Schlagworte:Bestechung, Franz Stockner, Grundstücksdeal, Rudolf von Unterrichter, St. Andrä. 2 Kommentare
von Rudi Reiher
(aus: Hoblschoatn 2010, MGV Brixen)


“Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Und das nach dreißig Jahren…”
Hoblschoatn: Das ist ja eine schöne Geschichte mit der Bauzone in St. Andrä…
Franz Stockner: Da ist man dreißig Jahre bei den Vereinen und Tag und Nacht für alle da und beim ersten kleinen Vorfall, wird so ein Scherbengericht angezettelt. Nach dreißig Jahren bei den Vereinen! Um was geht es überhaupt?
HS: Sie haben sich für die Umwidmung eines Grundstückes eingesetzt, das Ihre Schwiegertochter für einen Pappenstiel gekauft hat, nachdem der Baron dem Vorbesitzer weis gemacht hatte, dass dort nie eine Bauzone entstehen werde. Gibt das nicht zumindest eine schiefe Optik?
FS: Was weiß ich, mit wem mein Sohn sich herumtreibt. Ich habe diese Frau Angelika das erste Mal bei der Hochzeit gesehen und da war sie schon Besitzerin irgend eines Grundstücks, zusammen mit einer anderen Frau. Sie hat halt einen guten Riecher, aber ich weiß eigentlich heute noch nicht, dass das Grundstück jemals hatte. Und das nach dreißig Jahren bei den Vereinen und dem ganzen Einsatz für das ostseitige Mittelgebirge.
HS: Aber sie haben für Frau Angelika bei der Bank gebürgt…
FS: Das ist bei uns am Berg so der Brauch. Wenn jemand etwas braucht, sind wir da. Ich habe gar nicht gewusst, dass ich für diese Frau Angelika gebürgt habe, ich habe geglaubt, dass es dabei um die Einschreibung meines Sohns in den Alpenverein gegangen ist. Weiterlesen
12
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Modernes Leben. Schlagworte:Beton, Betonierer, Betonpreis, Friedhof, Hoblschoatn 2010, MGV Brixen, Milland. 2 Kommentare
von Kuno Keiler
(aus Hoblschoatn 2010, MGV Brixen)

Im Rahmen einer schlichten Feier in der Millander Kirche „Maria am Sand und Schotter“ wurde kürzlich die Verleihung des Betonpreises 2009 vorgenommen, der von der Vereinigung zur Förderung der Betonwirtschaft jährlich vergeben wird und in Insiderkreisen als „Bagger-Nobelpreis“ bekannt ist.
In Milland hoffte man insgeheim schon seit Jahren, die begehrte Auszeichnung ergattern zu können – und lag damit nicht falsch. In seiner Laudatio betonte der Vorsitzende der Südtirol-Sektion der Betonfreunde, Werner B. Eisack, dass der dynamische Vorort der verschlafenen Bischofsstadt ein mehr als würdiger Preisträger sei.

Der Betonpreis 2009 hat in Milland einen würdigen Gewinner gefunden
Zwei wichtige Gestaltungsvorhaben, fuhr der dynamische Betonfreund fort, hätten schließlich das Betonfass fast zum Überlaufen gebracht und damit den nachgerade logischen Preisträger Milland ergeben: Eine unnötige Verbindungsstraße zwischen dem Platschweg und einigen Häusern in Hinterobermilland und der neue Friedhof, der mit besonders stilvollen und werbewirksamen Betonanwendungen alles bisher betonierte in den Schatten stelle.
Weiterlesen
11
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Adlers Blick auf die Kultur, Modernes Leben. Schlagworte:Chorproben, Hoblschoaten 2010, Kastraten, Kastration, Manuela Kerer, MGV Brixen, Rudi Reiher, Sadomaso. Hinterlasse einen Kommentar
von Rudi Reiher
(aus: Hoblschoaten 2010/MGV Brixen)

Beim Männergesangverein laufen zur Zeit intensive Probenarbeiten. In der Herz-Jesu-Nacht wird das Stück „Wenn schwarze Löcher Zigorisalat auf eine Planetenbahn niederschnetzeln und niemand weiss, warum“ uraufgeführt, das die Brixner Komponistin Manuela Kerer nach einem überraschenden Geburtstagsständchen des Kleinen Chors für den MGV geschrieben hat.
Es handelt sich dabei um ein „Chorstück für ein schwarzes Loch, sieben Tenöre, dreieinhalb Bässe, zwei schwule Tenöre, zwei schwule Bässe, zwei schwule Baritone, vier Kastraten, einen Zigoristecher, vier WMF-Salatschüsseln, Essig, Olivenöl und eine Planetenbahn.“ Diese Konfiguration versetzt den traditionsreichen Brixner Verein in der Vorbereitungsphase in erhebliche Schwierigkeiten.
Doch die meisten Anforderungen konnten in der Zwischenzeit gelöst werden. Die Salatschüsseln wurden dem MGV leihweise vom bekannten Manu-Stücke-Ausstatter Helmuth Kerer zur Verfügung gestellt, als schwarzes Loch fungiert der Gemeinderatssaal, die Planetenbahn wird mittels Videoschaltung direkt vom Hubble-Teleskop in den Gemeinderatssaal übertragen. Essig und Olivenöl wurden dem MGV nach längeren Verhandlungen vom Rosenwirt zur Verfügung gestellt. Die Frage mit den schwulen Sängern konnte in langwierigen internen Verhandlungen geklärt werden über die Stillschweigen vereinbart wurde. Der Zigoristecher wurde bei Ellecosta Metallbau nach den Plänen von Hartwig Thaler in Auftrag gegeben, der bei Zigoristechern und anderen schwierigen Darstellungsaufgaben die größte Erfahrung nachweisen konnte.
Wo tun wir die Kastraten her?
Ein schwer lösbares Problem stellen die erforderlichen vier Kastraten dar. Da Manuela Kerer auf der festgelegten Ausstattung beharrt und die Anforderungen an eine authentische Interpretation diesbezüglich wenig Spielraum lassen, deutete lange Zeit alles darauf hin, dass einige MGV-Mitglieder über ihren Schatten und anschließend über das Skalpell springen müssten.

Muss dieses Teil zum Einsatz kommen, damit die Vorgaben der Komponistin erfüllt werden können?
Weiterlesen
11
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Aus der Landesregierung, Modernes Leben, System Südtirol. Schlagworte:Greta, Hoblschoaten 2010, Kuno Keiler, Luis Durnwalder, MGV Brixen. Hinterlasse einen Kommentar
von Kuno Keiler
(aus: Hoblschoaten 2010, MGV Brixen)

Südtirols prominentestes Auslaufmodell (Eigendefinition des Betroffenen) ist vor einiger Zeit erfolgreich ausgelaufen und das Resultat konnte neun Monate später einer verblüfften Südtiroler Weltöffentlichkeit vorgeführt werden: Greta!
Die kleine Greta wurde sogleich zum harten Prüfstein eines lebenslangen Vater-Mythos, der nun vor der programmierten Auslaufzeit zu bröckeln beginnt. Erstmals seit der definitiven Machtergreifung im fernen 1989 ist es angesichts der kleinen Greta und deren Stoffwechsel zu einem freiwilligen Verzicht des prominenten Erzeugers auf seine herausragende Eigenschaft gekommen, die darin besteht, alles selber zu machen.
Hatte Südtirols erster Macho sich schon nicht in der Lage gesehen, der Geburt beizuwohnen, musste er spätestens bei der ersten Windelfüllung definitiv auf sein Vorrecht der Generalkompetenz verzichten und kleinlaut – wenn auch gewohnt medienwirksam – einräumen, der geschätzten Lebensabschnittspartnerin in diesen Dingen die Kernkompetenz nicht streitig machen zu wollen.
Derweil wächst die kleine Greta heran und wurde auf Fotos gesichtet, auf denen sie ihr Vater so hält wie man es von einer Balletttänzerin erwartet, der ein Presslufthammer in die Hand gedrückt wird. Greta scheint weder Prominenz, noch väterliches Mythenbröckeln in besonderer Weise zu beeindrucken. Sie hat nur mit einer Hypothek zum kämpfen, die sie wohl ein Leben lang begleiten wird. Um was es sich dabei handelt, kann man untenstehendem Bild entnehmen…
Ganz der Papa!? Die Arme… (aus: Hoblschoaten 2010/MGV Brixen, Alexander Lunger)
11
Feb
Veröffentlicht von Anton Adler in Der abgeschlossen Kurzroma. Schlagworte:Bergführer, Feuerwehrhaus, Hoblschoaten 2010, Kulturhaus, Rudi Reiher. Hinterlasse einen Kommentar
von Rudi Reiher
(aus: “Hoblschoaten” 2010, MGV Brixen)

Die Gruppe war schon an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen. Keuchend schleppten sich die Wanderer am Waldweg voran. „Herr Bergführer“, ächzte der Salewa-strotzende Wanderer mit dem nagelneuen Steinschlaghelm. „Miar hobm gsågg, dass merr du sågn, in die Perg“, maßregelte ihn der vorausschreitende Prachtkerl und fügte an: „wåss isch denn?“ Der Wanderer schnappte nach Luft und fragte dann: „Wie merkt man es eigentlich, wenn man als Wanderer Südtirol verlassen hat?“
Der Bergführer runzelte die Stirn. Hatte er beim letzten Bergführer-Upgrading-Kurs nicht aufgepasst? Er dachte eine Weile nach. Plötzlich hellte sich sein beim Nachdenken stets zur Finsternis neigendes Gesicht etwas auf. Er stellte sich vor seinem Gast auf und dozierte: „Du pisch nimmer in Sittirol, wenn Du mehr als oan Haus siggsch und derneben koan Feierwehrhalle und koan Vereinshaus schteat.“
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